Weiteres Vorgehen zu Eiche am Friedhof wird geklärt

     In der letzten Gemeinderatssitzung des laufenden Kalenderjahres befasste sich das Gremium unter anderem mit dem Vorschlag von CDU-Rätin Gabi Leppla, den in der Verlängerung der Kapellenstraße unterhalb des alten Sportplatzes „Horeb“ gelegenen gemeindeeigenen Grillplatz mit Sitzgelegenheiten auszustatten. „Ich habe mich im Vorfeld etwas umgehört und informiert. Da gibt es zahllose Varianten aus Holz, Konstruktionen aus Stein, Recyclematerial, die Liste ist schier unendlich, wie auch die Preise. Die gehen von ein paar Hundert Euro bis in die Tausende. Um die Kosten für die Gemeinde zu reduzieren, könnte man vielleicht unsere Vereine anfragen, ob da die Bereitschaft vorhanden ist, je eine Garnitur zu stiften“, so Leppla. Ortsbürgermeister Christoph Stumpf (SPD) zeigte sich positiv gegenüber dem Vorschlag. „Die Miete für den Grillplatz könnte durchaus erhöht und so Geld für diesen Zweck generiert werden. Auch eine Finanzierung über einen Nachtragshaushalt ist denkbar. Die Sitzgelegenheiten sollten aber auf jeden Fall dauerhaft vor Ort verbleiben und einschließbar sein. Eine stimmige Gesamtkonzeption mit einem möglichst hohen Holzanteil wäre aus meiner Sicht das Richtige“, so der Ortschef. Ratsmitglied Hans-Jürgen Bayer von der SPD vertrat die Meinung, bis zur nächsten Sitzung im Rat Ideen und Lösungsmöglichkeiten zu sammeln, auch die jeweilige Kostenfrage und Haltbarkeit zu klären. „Wir könnten uns etwa bei benachbarten Pfälzerwald-Vereinen erkundigen, wie dort mit dieser Problematik umgegangen wurde“, so Bayer. Der Rat schloss sich Bayers Anregung unisono an. Das Thema wird in der ersten Sitzung des neuen Jahres erneut auf der Tagesordnung stehen.

     Stumpf erläuterte Rat und Publikum, dass es wegen der von der Gemeinde vor Jahrzehnten gepflanzten großen Eiche am Friedhof (Altwies-/Schulstraße) wegen des immensen Laubabwurfs immer wieder zu Beschwerden komme. „Das Ganze war auch schon mal in einer Ratssitzung Anfang 2016 Tagesordnungspunkt. Fakt ist zum einen, dass es als Eigentümer neben uns als Gemeinde noch zwei private Anrainer gibt, deren Grundstückgrenzen unter der Eiche hindurch laufen. Und zum anderen obliegt die Verkehrsicherungspflicht primär bei uns. Aus einem zwei Jahre alten forstwirtschaftlichen Gutachten zu der Eiche geht hervor, dass der Baum gesund ist, allerdings das vorhandene Totholz im Rahmen einer Entastung entfernt werden sollte. Eine Fällung sei nicht vonnöten“, zitierte Stumpf. SPD-Rat Uli Schreiber will zunächst die Eigentumsverhältnisse eindeutig und nachhaltig geklärt haben. Beigeordneter Theo Bundenthal (SPD) mahnte zudem die Beantwortung der Frage nach der Haftung an. „Was ist, wenn tatsächlich, vielleicht bei einem Sturm, ein Ast auf die Straße stürzt und ein vorbeilaufendes Kind trifft, oder auch nur auf ein Autodach fällt? Wer ist dann schadensersatzpflichtig?“, so Bundenthals eindringliche Frage. Der Rat beauftragte Stumpf in der Folge einstimmig, die Fragen a) der Eigentumsverhältnisse unzweifelhaft und b) der Haftung klären zu lassen sowie c) Kostenvoranschläge für die fachgerechte Entastung des Totholzes einzuholen und in der nächsten Ratssitzung vorzustellen.

E-Tankstelle - Forstwirtschaftsplan

     Die unterzeichneten Verträge für die im Bahnpfad Höhe Bahnhaltepunkt zu errichtende und für die Gemeinde Münchweiler komplett kostenfreie Elektrotankstelle für zwei Pkw und vier Fahrräder liegen vor. „Innerhalb der nächsten zwölf Monate muss die E-Tankstelle verfügbar sein. Ein fraglos positives Signal für uns als Energiedorf nach innen und gerade auch nach außen über unsere Grenzen hinweg“, stellte Stumpf heraus.

     Der Forstwirtschaftsplan 2018 wurde auf Einladung Stumpfs von Dieter Gass, Forstamtsleiter Sippersfeld, vorgestellt. Aus ihm ergibt sich nach Aufwendungen für etwa die Wegeinstandsetzung (300 Euro), verkehrssichernde Maßnahmen (200 Euro) und die Waldbrandversicherung zusammen mit Berufsgenossenschaft und Grundsteuer (1400 Euro) gegenüber geplanten Einnahmen durch Holzeinschlag und -verkauf (3.300 Euro) ein leichtes Plus von 320 Euro.

     Stumpf erinnerte das Gremium an den Neujahrsempfang der VG Winnweiler und der OG Höringen am Freitag, 5. Januar. „Bitte dran denken, dass der Veranstaltungsort wegen einer kurzfristigen Baumaßnahme in Höringen von dort ins Festhaus Winnweiler verlegt werden musste“.

     Der Rat hat beschlossen, die gemeindeeigene FlSt.-Nr. 20/22 zu veräußern.   

     Abschließend bedankte sich Stumpf bei allen Gemeindevertretern für die im abgelaufenen Jahr fraktionsübergreifend konstruktive wie faire Zusammenarbeit zum Wohle der Gemeinde, wünschte allen ein frohes Fest und einen guten Rutsch. Besonders dankte er SPD-Rätin Tanja Dautermann für die erneute Planung, Organisation und Durchführung der gemeindlichen Senioren-Weihnachtsfeier. „Hier bedanke ich mich gleich doppelt. Zum einen brauche ich mich um dieses Event praktisch nicht mehr zu kümmern, das läuft alles einwandfrei. Und zum anderen habe ich sowohl letztes Jahr wie auch dieses durchweg überaus positive Rückmeldungen unserer teilnehmenden Senioren erhalten“, so Stumpf.

     (Siehe auch "Die Rheinpfalz" und "Winnweiler Rundschau", KW50)

Az.: I-17/LP 14/19-St.-Ri.

Online: Samstag, 9. Dezember 2017