Standort für die zu errichtende Stromtankstelle mit Anschlüssen für E-Autos und E-Bikes der Pfalzwerke werden im Bahnpfad Höhe Bahnhaltepunkt die ersten beiden Parkplätze aus Richtung Bahnübergang sein

Zukunftsweisender Schritt für Energiedorf

    Schwerpunkt in der jüngsten Gemeinderatssitzung bildete die zu beratende und beschließende Errichtung einer Stromtankstelle der Pfalzwerke Netz AG am Bahnhaltepunkt. Ortsbürgermeister Christoph Stumpf (SPD) erläuterte, dass der Bund zur Schaffung eines ausreichend dichten E-Tankstellennetzes ein Förderprogramm aufgelegt habe, von dem auch die Pfalzwerke profitieren. „Für Münchweiler ist eine Elektroladesäule mit zwei Anschlüssen für Elektroautos und vier für E-Bikes vorgesehen. Für die Gemeinde fallen weder für Erwerb, Errichtung noch Unterhaltung irgendwelche Kosten an, wir stellen lediglich die erforderliche, sehr begrenzte Grundstücksfläche in Form der ersten beiden Parkplätze im Bahnpfad aus Richtung Bahnübergang kommend zur Verfügung. Gerade für uns als Energiedorf ist das sicher eine sinnvolle Sache, insbesondere mit Blick in die Zukunft das fraglos richtige Signal. Die Gemeinde findet dann auch namentliche Aufnahme in den bundesweiten Elektrotankstellenatlas“, so Stumpf weiter. Das von der Pfalzwerke Netz AG erarbeitete und der Gemeinde zur Prüfung vorgelegte Vertragswerk sieht eine Laufzeit von zunächst zehn Jahren vor, der sich eine Option für eine zweimal fünfjährige Verlängerung anschließt. Die betriebsbereite Errichtung hat binnen zwölf Monaten nach Unterzeichnung zu erfolgen. Nach Einschätzung des Anbieters wird der Standort im Ortskern direkt am Bahnhaltepunkt und dem benachbarten Bürgerhaus, damit tagtäglich im Fokus der Öffentlichkeit, als sehr geeignet erachtet. Von einer gewinnbringenden Nutzung wird aufgrund der derzeit noch relativ geringen Anzahl an Elektroautos erst in einem mittel- bis langfristigen Zeitraum ausgegangen. Die Dauer einer vollständigen Aufladung eines E-Autos wird vom Betreiber mit etwa 1,5 Stunden angegeben, die Kosten hierfür mit geschätzten fünf bis sechs Euro, die über ein Kartensystem vor Ort bargeldlos beglichen werden können. Dem Betreiber obliegen alle Pflichten, auch etwa im Falle von Verschmutzung, Verschleiß oder Vandalismus, die entsprechende Dienstbarkeit wird eingetragen. „Die beiden notwendigen Parkplätze sind dann ausschließlich für Elektroautos reserviert, eine entsprechende Beschilderung wird angebracht. Eventuell dort widerrechtlich abgestellte Kfz werden durch die Ortspolizeibehörde der VGV Winnweiler gebührenpflichtig beanstandet. Die mit einem Rammschutz versehene Ladesäule wird zwischen den beiden Parkplätzen errichtet, so muss der unmittelbar dahinter verlaufende Bürgersteig nicht aufwendig verlegt werden“, verdeutlichte Stumpf. Nach kurzer Aussprache erfolgte eine fraktionsübergreifend einstimmige Annahme (ohne Enthaltung).

     Aufgrund zahlreicher an Stumpf gerichteter Bürgeranfragen zu den jüngst von der VGV Winnweiler allen Grundstückseigentümern zugestellten Gebührenbescheiden zu den Ausbaubeiträgen erläuterte der Ortschef diese nochmals ausführlich und verwies für eventuelle weitere Anfragen an das sachlich zuständige Bauamt der VGV Winnweiler. „Bei der eigentlich abgeschlossenen Baumaßnahme Alsenbrücker -/Ringstraße wurden im Nachhinein nun noch mehrere Mängel zurecht beanstandet, die von der ausführenden Firma in der 35. Kalenderwoche behoben werden“, so Stumpf. CDU-Rat und PWV-Vorsitzender Dieter Moll beklagte ein weiteres Mal den Zustand des Wirtschaftsweges in der Verlängerung der Hohlsteinstraße zur Pfälzerwald-Vereinshütte auf dem Hohlstein. „Obwohl der Weg vor nicht allzu langer Zeit ausgebessert worden war, wurde er nach dem jüngsten Starkregen erneut massiv in Mitleidenschaft gezogen, so dass die Maßnahme alsbald wiederholt werden müsste“, meinte Moll. Gemeinderätin Elke Lunk (SPD) beanstandete eine Ruhebank auf der Begegnungsstätte für Jung und Alt am Bürgerhaus. „Die Bank ist in einem desolaten Zustand, teils schon verfault, sollte schnellstens ausgetauscht werden“, so Lunks Aussage. Stumpf sagte zeitnahe Abhilfe zu. Florian Steller von der CDU-Fraktion schlug nach der unumgänglichen Baumfällung an der Alsenz in Höhe der Bushaltestelle Gonbacher Straße 1 eine Renaturierungsmaßnahme vor, was umgesetzt wird.

     Im abschließenden nichtöffentlichen Teil hatte sich das Gremium mit Grundstücks- und Personalangelegenheiten zu befassen. (Siehe auch „Die Rheinpfalz“und "Winnweiler Rundschau", KW35)

Online: Samstag, 26. August 2017